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02.08.2026 um 18:34 UhrDie SBB plant die Einführung eines neuen digitalen Leitsystems für den Bahnverkehr in der Schweiz. Dieses System soll ab den 2030er-Jahren schrittweise implementiert werden und darauf abzielen, die Kapazität des Schienennetzes zu erhöhen sowie den Betrieb stabiler und flexibler zu gestalten. Um den laufenden Betrieb bis zur Einführung des neuen Systems sicherzustellen, hat die SBB beschlossen, den bestehenden Vertrag mit Siemens für das derzeitige System Iltis zu verlängern.
Modernisierung der Bahnsteuerung
Die SBB verfolgt mit der Beschaffung eines neuen digitalen Leitsystems das Ziel, die Effizienz und Leistungsfähigkeit des Bahnnetzes zu steigern. In den Betriebszentralen sind Mitarbeitende rund um die Uhr im Einsatz, um den Personen- und Güterverkehr zu überwachen und zu steuern. Diese anspruchsvolle Aufgabe erfordert moderne technische Unterstützung, um auch in Zukunft einen sicheren und pünktlichen Betrieb gewährleisten zu können.
Das derzeitige zentrale System, Iltis, ist seit über 30 Jahren im Einsatz. Angesichts der gestiegenen Anforderungen an die Bahnleittechnik und der fortschreitenden technologischen Entwicklungen plant die SBB, ein neues System zu beschaffen, das den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Dieses neue Leitsystem soll eng mit den digitalen Stellwerken und dem Fahrplansystem vernetzt sein und internationalen Standards entsprechen.
Zeitplan für die Einführung
Die Ausschreibung für das neue Leitsystem wird voraussichtlich im Jahr 2027 beginnen, wobei die SBB die Regeln des öffentlichen Beschaffungsrechts einhalten wird. Die schrittweise Einführung des neuen Systems ist für Anfang der 2030er-Jahre vorgesehen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt das bestehende System Iltis in Betrieb, das für den zuverlässigen Bahnbetrieb unverzichtbar ist. Um den sicheren Betrieb bis zur Ablösung von Iltis zu gewährleisten, hat die SBB den Vertrag mit Siemens verlängert. Diese Vertragsverlängerung wurde am 29. Juli 2026 auf Simap veröffentlicht.
Technische Betreuung und Wertschöpfung
Ein Wechsel des Anbieters für die Betreuung des bestehenden Leitsystems ist aufgrund technischer und rechtlicher Gegebenheiten nicht möglich. Siemens, der Entwickler von Iltis, hält das geistige Eigentum am System und verfügt als einziges Unternehmen über das notwendige technische Wissen für den Weiterbetrieb. Der maximale Kostenrahmen für die technische Betreuung bis zur geplanten Ablösung von Iltis bis spätestens 2045 beträgt 280 Mio. CHF. Die Leistungen werden von Siemens Mobility Schweiz in Wallisellen erbracht, wodurch die Wertschöpfung vollständig in der Schweiz bleibt. Die SBB plant, das neue Bahnleittechnik-System bis Anfang der 2040er-Jahre vollständig einzuführen, was eine Reduzierung der Kosten in der Iltis-Technologie zur Folge haben könnte.



