
Schweiz. Rheinhäfen und Hafen Strasbourg diskutieren Digitalisierung
25.07.2026 um 12:14 Uhr
Dreier AG trauert um Hans-Rudolf Dreier
27.07.2026 um 16:31 UhrDie Schweizerischen Rheinhäfen haben im Juni 2026 wasserseitig insgesamt 363’303 Tonnen Güter umgeschlagen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Rückgang von 15,2 Prozent. Trotz des schwächeren Monats fällt die Bilanz für das erste Halbjahr weiterhin positiv aus: Von Januar bis Ende Juni wurden 2,323 Millionen Tonnen umgeschlagen – ein leichtes Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Bei den Importen (Zufuhr) wurden im Juni 300’128 Tonnen registriert, was einem Minus von 13,7 Prozent gegenüber Juni 2025 entspricht. Seit Jahresbeginn liegt die Zufuhr jedoch mit 1,883 Millionen Tonnen weiterhin 3,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Besonders deutlich zulegen konnten im ersten Halbjahr die Gütergruppen Steine und Erden (+37,7 %), Fahrzeuge, Maschinen und übrige Güter (+32,0 %) sowie Metallerzeugnisse (+14,9 %). Demgegenüber gingen die Einfuhren von Mineralölerzeugnissen (-6,6 %) und Nahrungs- und Genussmitteln (-12,2 %) zurück.
Die Ausfuhren (Abfuhr) entwickelten sich dagegen schwächer. Im Juni wurden 63’174 Tonnen verladen, was einem Rückgang von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Kumuliert belief sich die Abfuhr auf 439’942 Tonnen und lag damit 11,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Stabil blieb insbesondere der Export von Recyclingmaterialien und Abfällen, während die Ausfuhr von Metallerzeugnissen im Halbjahresvergleich deutlich zunahm.
Regional verzeichnete Kleinhüningen als einziger Hafenteil im Juni ein Wachstum. Mit 100’415 Tonnen lag der Umschlag 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Standorte Auhafen (-28,0 %) und Birsfelden (-18,1 %) mussten dagegen spürbare Rückgänge hinnehmen. Über das gesamte erste Halbjahr betrachtet liegt Birsfelden jedoch weiterhin mit 4,1 Prozent im Plus, während Kleinhüningen um 1,1 Prozent zulegte.
Auch der Containerverkehr auf dem Wasserweg schwächte sich im Juni etwas ab. Mit 8’717 TEU wurde der niedrigste Monatswert des laufenden Jahres erreicht. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten 57’552 TEU wasserseitig umgeschlagen. Positiv entwickelte sich hingegen der bahnseitige Containerverkehr: Im Juni wurden 4’964 TEU registriert – der höchste Monatswert des bisherigen Jahres. Seit Januar summiert sich der bahnseitige Containerumschlag auf 26’172 TEU.
Insgesamt zeigt sich damit ein gemischtes Bild. Während der Juni insbesondere bei den Importen und Exporten unter den Vorjahreswerten blieb, konnten die Schweizerischen Rheinhäfen im ersten Halbjahr insgesamt ein leichtes Wachstum beim Güterumschlag behaupten. Auffällig sind zudem die weiterhin robuste Entwicklung bei Bau- und Metallgütern sowie die steigende Bedeutung des schienenseitigen Containerverkehrs.



