
Schweizerische Post investiert in Elektroflotte & Nachhaltigkeit
05.08.2026 um 11:36 UhrWie verschiedene Schweizer Medien berichten, richtet die Schweizer Armee ihre Logistik grundlegend neu aus. Hintergrund ist die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa sowie die politische Vorgabe des Bundesrates, die Verteidigungsfähigkeit der Armee deutlich zu stärken. Für den umfassenden Ausbau der Armee sind in den kommenden Jahren Investitionen von rund 10 Milliarden Franken vorgesehen. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel fliesst in den Aufbau einer leistungsfähigen und krisenfesten Logistik sowie in die Modernisierung der entsprechenden Infrastruktur.
Im Mittelpunkt der Reorganisation steht die Logistikbasis der Armee (LBA), die ihre Strukturen, Prozesse und Fähigkeiten bis Ende 2028 konsequent auf die Anforderungen einer möglichen Landesverteidigung ausrichten will. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Rückkehr zu einer kriegstauglichen Logistik. Dazu gehören der Ausbau geschützter Lager für Munition, Treibstoffe und Ersatzteile, eine robustere Bevorratung sowie die Fähigkeit, Truppen und Material auch unter schwierigen Einsatzbedingungen zuverlässig zu versorgen.
Gleichzeitig sollen Transport-, Instandhaltungs- und Nachschubprozesse widerstandsfähiger gestaltet werden, damit sie auch bei Cyberangriffen oder einer beeinträchtigten Infrastruktur funktionieren. Die LBA überprüft dafür ihre Organisation, ihre Standorte und ihre internen Abläufe. Ziel ist es, Material schneller verfügbar zu machen, Entscheidungswege zu verkürzen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Logistik- und Führungsorganisationen zu verbessern. Ergänzend werden Digitalisierung und moderne Informationssysteme weiterentwickelt, wobei gleichzeitig Wert auf Lösungen gelegt wird, die auch bei eingeschränkter Kommunikation oder Netzausfällen einsatzfähig bleiben.
Für die Schweizer Transport- und Logistikbranche ist diese Entwicklung von besonderem Interesse. Die Armee zählt zu den grössten Logistikorganisationen des Landes und ist auf ein dichtes Netzwerk aus Fahrzeugen, Werkstätten, Lagerstandorten und externen Partnern angewiesen. Die geplanten Anpassungen dürften deshalb nicht nur Auswirkungen auf die militärische Versorgung haben, sondern auch Impulse für die zivile Logistik, die Lagerhaltung und das Krisenmanagement setzen.
Die Reorganisation ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung der Schweizer Armee. Sie soll sicherstellen, dass die Streitkräfte im Ernstfall wieder über eine belastbare, dezentrale und widerstandsfähige Logistik verfügen. Damit rückt die Versorgung von Truppen und Material wieder stärker ins Zentrum der militärischen Einsatzplanung – eine Fähigkeit, die angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen als unverzichtbar gilt.




