
HOYER Group erweitert Flotte mit E-Trucks
23.07.2026 um 08:02 UhrDie Schweiz ist der European Ports Alliance (EPA) beigetreten und verstärkt damit ihre internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Drogenschmuggel und organisierte Kriminalität. Der offizielle Beitritt wurde im Rahmen des Third Ministerial Meeting der European Ports Alliance vollzogen, an dem Bundesrat Beat Jans teilnahm. Begleitet wurde er von Roland Blessinger, Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Rheinhäfen. Mit von der Partie war auch Jenny Piaget, Botschafterin der Schweiz in Irland
Die European Ports Alliance wurde von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen, um die Sicherheit in europäischen Häfen zu stärken. Im Zentrum stehen der Austausch von Informationen, die enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Hafenbetreibern und Unternehmen sowie die gemeinsame Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität. Mit dem Beitritt der Schweiz wird die internationale Vernetzung entlang wichtiger Logistik- und Transportkorridore weiter ausgebaut.
Im Anschluss an das Ministertreffen besuchte die Schweizer Delegation den Hafen von Dublin. Dort erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Arbeit der Spezialeinheiten, die für die Bekämpfung des Drogenschmuggels zuständig sind. Zum Einsatz kommen modernste Technologien und spezialisierte Mittel wie Container-Scanner, Drohnensysteme, Taucherteams, Diensthunde sowie Hubschrauber. Die vorgestellten Massnahmen verdeutlichten den hohen Stellenwert von Technologie und Koordination bei der Sicherung internationaler Warenströme.
Aus den Gesprächen und Besichtigungen ergaben sich mehrere zentrale Erkenntnisse. Als entscheidender Erfolgsfaktor gilt das gegenseitige Vertrauen zwischen Behörden, Häfen und Wirtschaftspartnern. Ebenso wichtig sind kurze Entscheidungswege und ein rasches Handeln bei Verdachtsfällen, um kriminelle Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt zudem die Rolle der Digitalisierung. Die intelligente Nutzung bestehender Datenbestände und digitaler Systeme eröffnet neue Möglichkeiten, um Sicherheitsrisiken schneller zu identifizieren und gleichzeitig die Effizienz logistischer Prozesse zu erhöhen. Datenbasierte Analysen, moderne Überwachungstechnologien und vernetzte Informationssysteme gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Für die Binnenschifffahrt und die Arbeit der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt (ZKR) ist dieses Thema von besonderer Relevanz. Eine resiliente, robuste und cybersichere digitale Infrastruktur gilt als wesentliche Voraussetzung für sichere und leistungsfähige Transportketten auf den europäischen Wasserstrassen. Im Rahmen der aktuellen Schweizer ZKR-Präsidentschaft soll die Weiterentwicklung digitaler Sicherheitsstandards gemeinsam mit internationalen Partnern vorangetrieben werden.
Mit dem Beitritt zur European Ports Alliance unterstreicht die Schweiz ihren Anspruch, aktiv zur Sicherheit europäischer Logistik- und Transportnetzwerke beizutragen. Die zunehmende Digitalisierung, die internationale Zusammenarbeit und der gezielte Informationsaustausch gelten dabei als zentrale Bausteine, um den Herausforderungen durch organisierte Kriminalität und Drogenschmuggel wirksam zu begegnen.




